Fehlings letztes Aufgebot – Müller-Entlassung in Rekordzeit

Der jüngste Rausschmiss von Michael Müller, dem erst im Februar eingestellten Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe, stellt einen weiteren traurigen Akt von Rücktritten, Entlassungen und personellen Fluchtaktionen hochrangiger städtischer Führungspersonen dar. Müller wurde seinerzeit von Bürgermeister Fehling als Glücksfall gepriesen, der „mit seinem großen Erfahrungsschatz … überzeugt“ habe und das Thema „kommunale Wirtschaftsförderung für Bad Hersfeld wieder spürbar beleben“ werde – welche Ironie!

„Die Causa Müller ist besonders bitter, zumal dieser für viel Geld vom scheinbar überlasteten Bürgermeister eingestellt wurde, um zentrale Hessentagsprojekte anzupacken“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Karsten Vollmar. „Herr Fehling beweist abermals ein eklatant fehlendes Gespür für Personalentscheidungen. Wer so lange selber Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe war wie Herr Fehling, der kann nicht einfach seinem Nachfolger die Schuld für offenkundiges Missmanagement alleine in die Schuhe schieben. Das gleiche Muster haben wir auch schon im wortreich kennen gelernt. Die Frage muss vielmehr lauten: Welche Verantwortung trägt Herr Fehling eigentlich noch in dieser Stadt?“, so Vollmar.

„Pikant zudem: Dass Fehling seinen Geschäftsführerposten räumte, um gleich im Anschluss für Stadtrat Exner den Aufsichtsratsvorsitz und damit die Kontrolle über die Gesellschaft zu übernehmen, die er maßgeblich versucht hat mitzugestalten, muss man kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen. Neben dem fachlichen Scheitern ist ein personeller Scherbenhaufen Fehlings erkennbar. Jetzt kontrolliert der Bürgermeister sein eigenes Agieren in der Vergangenheit – es fand sich wohl niemand im Magistrat für den Schleudersitzposten. Der Kontrollverlust über städtisches Führungspersonal ist greifbar, Herr Fehling hat dort nichts mehr im Griff“, so Carsten Lenz, stv. Fraktionsvorsitzender.

Es ist ein offenes Geheimnis: Der Bürgermeister gibt alle Aufgaben und Posten ab, wirklich aktiv ist er ausschließlich beim Thema Smart City. „Das reicht nicht. Allein die Entscheidung, dem ehrenamtlich tätigen 1. Stadtrat die Verantwortung für das städtische Personal zu übertragen, kommt einer Flucht aus dem Amte gleich. Die Personalentscheidungen des Rathauses treiben die Kosten in die Höhe, welche die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt bereits im kommenden Haushalt enorm belasten werden“, so Vollmar und Lenz abschließend.

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