Obersberg-Chöre nicht auf Abstellgleis drängen

„Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg darf nicht ans Ende der Festspielsaison 2018 im September und damit aufs Abstellgleis gedrängt werden – so ist die Zukunft der beliebten Abschlusskonzerte auf Dauer gefährdet“, so SPD-Chef Karsten Vollmar.

Damit reagiert die SPD Bad Hersfeld auf die Pläne aus dem Rathaus, die beliebten Konzerte im kommenden Jahr in den Herbst zu verschieben, weil auch die Festspielsaison insgesamt nach hinten verschoben werden soll. Diese Terminierung hätte negative Konsequenzen für die Abschlusskonzerte der Chöre: Schüler mitten in der heißen Klausuren- und Prüfungsphase zu mehrtägigen Proben zu motivieren, sei sehr schwierig. Auch eine Reihe anderer Gründe, wie stattfindende Klassenfahrten, kälteres Wetter bei den Proben usw.  sprächen dagegen.

„Die Obersberg-Chöre sind tief in der Stadt und der Region verwurzelt, tausende Fans schauen sich die Auftritte der Schülerinnen und Schüler in der Stiftsruine Jahr für Jahr an, auch die musikalische Vesper zum Advent gehört alle zwei Jahre zum Standardrepertoire der musikalischen Szene,“ so Karsten Vollmar.

Die Neuausrichtung der Bad Hersfelder Festspiele habe schon zu vielen Opfern geführt: Keine Oper mehr, der Eichhof als Spielstätte solle geschlossen werden, auch dauerhaft wegfallen sollen Kinderzelt und Spielwiese. Inwiefern diese Entwicklungen den Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort entspricht, scheint egal zu sein. Die SPD zieht daraus Konsequenzen und hat zur Stadtverordnetensitzung am kommenden Donnerstag daher den Antrag eingebracht, dass die Abschlusskonzerte der Obersberg-Schüler wieder zu einem günstigeren Termin stattfinden sollen. Außerdem soll es alleine der Stadtverordnetenversammlung vorbehalten bleiben, über die Spielstätten zu entscheiden und nicht der Intendanz – insofern beantragen wir konsequenterweise auch den Erhalt der Spielstätte am Eichhof und alle Fraktionen können dann Farbe bekennen, wie sie dazu stehen. Das hat die SPD übrigens schon in der Kulturausschusssitzung getan – hier übrigens mit einstimmiger Mehrheit.

 

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